Umag - Istrien

Für Kurzentschlossene eine Reise wert! Nach ein paar turbulenten Monaten mussten wir unseren bereits gebuchten Langstrecken-Urlaub stornieren und kurzfristig etwas näheres - günstigeres finden. Gar nicht so leicht in Zeiten, in denen sich die beliebten Urlaubsziele auf ein paar wenige Länder beschränken. Vieles war schon ausgebucht, doch dank unserer süssen Reisebegleitung wurden wir fündig. Umag - ein Badeort in Istrien ist es geworden. Trotz Baustellen und Staus an der slowenischen Grenze sind wir in nicht ganz sechs Stunden angekommen. Nach anfänglicher Enttäuschung über die Dimension des Hotels, aufgrund dessen man sein eigenes Wort beim Frühstück nicht mehr verstand, fingen wir an diesen Landstrich zu entdecken und haben die Erholung gefunden, die wir so dringend gebraucht haben. Schlafen unter dem Schatten riesiger Pinien, Sandstrand ala Adria nur mit klarerem Wasser, Felsen bei denen man mit Taucherausrüstung abtauchen und die Unterwasserwelt erforschen kann. Es war alles da inkl. stimmungsvoller Sonnenuntergänge - soviel, dass uns der Abschied - zumindest den Oldies - schwer fiel. Und sogar Hunde kommen hier auf ihre Kosten, ohne den Zweibeinern in die Quere zu kommen, hier darf man mit ihnen noch ins Wasser gehen.

Wasser🙂Logie😉Hund🤪Essen💋

New York

Was für eine Reise!! Nie hätte ich mir als alter Kulturfreak gedacht, dass es dort soviel zu entdecken gibt, 10 Tage über Ostern müssten da doch ausreichen, ich kann euch nur eines sagen - tun sie nicht;)). Eine liebe Freundin hat uns vorher schon einige Tipps mitgegeben, wir haben es uns dann einfach gemacht und ein Gesamtticket für die begehrtesten Sehenswürdigkeiten gekauft, war nicht ganz billig: 110 US-Dollar, aber es hat sich ausgezahlt und kommt unterm Strich günstiger, wenn ihr es ausschöpft.

Nicht fehlen durfte natürlich eine Fahrt zur Freiheitsstatue (Achtung: eiskalt am Schiff und auch dort weht manchmal ein ganz schöner Wind), Ellis Island (die Insel über die alle einreisten), das World trade Monument (!), das soviel verändert hat - wir haben die Stadt, die Menschen als unglaublich zuvorkommend und freundlich erlebt - so als würden sie dir zeigen wollen, dass man nichts zu befürchten hat und alle zusammen halten. Es ist eine Stadt, die wirklich nie schläft und in der es Party den ganzen Tag durch gibt. Ein Spaziergang durch den Central Park (den wir bislang nur aus Filmen kannten) zeigt, dass Klischees still alive sind (berittene Polizei), das Rockefeller Center mit dem rasanten Aufzug, der dich bis an die Spitze und Aussichtsplattform bringt und vieles, vieles mehr.

Wir hatten eine sensationelle Unterkunft, das ROW, allerdings mit minikleinen Zimmern, die tw. in den Innenhof zeigen, dafür aber mit einem grandiosen Frühstück, Musik in den Liften, vielen Youngsters und gleich um die Ecke vom Times Square. Ein Musical durfte natürlich auch nicht fehlen - Neverland - sensationelles Broadwaystück, aber wir vermuten, dass dort alle Musicals die dort gleichzeitig laufen und Musicalherzen höher schlagen lassen, so professionell und gut sind.

was sollen wir sagen, wir gehören jetzt auch zu dem Club der BIG Apple Fans, allerdings braucht ihr auf jeden Fall einen Hundesitter zu Hause und viel Erspartes im Geldbörserl.

Verona - Mailand

Wir habens im Sommer gewagt und sind nach unseren Strandtagen noch ins Landesinnere gefahren  - zur EXPO 2015 nach Mailand mit Zwischenstopp in der Cita lámore Verona. Schon die Fahrt dorthin hat uns in eine andere Welt versetzt, Zypressen dicht bewaldete Hügel und diese typischen Ziegeldächer die flach aus dem grün heraus leuchten. In Verona übernachteten wir etwas ausserhalb und ein großer Fehler war, ohne Navi oder offline Karten unterwegs zu sein. Die Stadt ist nicht so groß, aber glaubt mir die richtigen Gassen zu finden kein leichtes. Nach mehreren verwaltungsstrafrechtlich nicht ganz unbedenklichen Manövern (ein Strafzettel flatterte just ein Jahr später ins Haus), bat ich einen Taxler uns zu dem Hotel vor zu fahren - dann hatten wirs geschafft und nach kurzem Einchecken konnte unserem Veronaabenteuer nichts mehr im Wege stehen. Es ist eine Stadt die ihresgleichen sucht, in der der Geist der Liebe ein Lächeln auf alle Gesichter zaubert, in der stilles Einverständnis herrscht sobald man den Hof von Julias Haus betritt, das neben der Arena di Verona großes Highlight bleibt. Die Wand auf der soviele Liebesbriefe und Gedanken angebracht sind, schafft diese Einigkeit, dass nichts wichtiger als die Liebe ist und das liebevoll eingerichtete Haus - wie ein Traum, der einen die Geschichte der beiden Liebenden spüren lässt.

Beseelt fuhren wir nach Mailand weiter und kamen mit einem Schlag in der Realität an - lange Industrievororte empfingen uns - eine Großstadt mit stark befahrenen Straßen und einem Irrgarten an Straßen, auf denen es noch schwieriger schien, ins Centro zu kommen. Doch mit derselben Methode wie in Verona schafften wir es - diesmal fuhr der Taxler mit uns durch die Fußgängerzone - auch diesen Strafzettel bekamen wir ein Jahr später;)). Im Hotel wurden wir gut versorgt - es war modern, schön und gut gelegen. Doch wir brachen einen Tag früher auf und fuhren entgegen unseren ursprünglichen Plänen dann gleich direkt nach Hause. Warum? ich dachte, dass ich mir zuviel vorgenommen hätte und die Vorstellung in einem Tag in dieser Riesenstadt die Mailänder City, Kathedrale...aufzusuchen mir Schweißperlen auf die Stirn trieb. Die Expo war Ziel genug und wir haben es nicht bereut. Denn allein dort macht man an einem Tag eine Weltreise und bekommt soviele Eindrücke, dass wir danach ohnehin nicht mehr aufnahmefähig waren.

Die Hotels des Trips hab ich vergessen, ich buchte sie über booking.com und da die Stadt im Vordergrund stand, wurde dem keine Priorität beigemessen - sie waren sauber und erschwinglich.

Alles in allem war es eine unvergessliche Reise an die wir sehr gerne zurückdenken.